Männerchor auf Chinareise 2007
Offizielle Daten der Reise:
- Hong Kong 100 Besucher und 100 Gäste beim anschließenden Empfang der Generalkonsulin
- Haikou 1.500 Besucher
- Guangzhou 1.300 Besucher
- ausgegebene Flyer vom Chor und Ortsprospekte Gumpoldskirchen, Königswein-Prospekte: 3.000 Stück
- mehr als 20.000 Flugkilometer
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Zu der Reise kam es über den Kontakt bei unserm Chorwettbewerb in Grado im Oktober 2004. Dort hatten uns die Chinesen nach der Veranstaltung in unserem Hotel besucht und wir konnten gemeinsam ein chinesisches Lied und einen Niederösterreichischen Jodler singen. Beim Tanz und der guten Stimmung durch Willis Harmonika wurde wohl der erste Funken für die Freundschft gelegt.
Hong Kong Konzert ist großer Erfolg
Nach pünktlicher Abfahrt und angenehmen Flug haben wir in Qatar (Doha) einen verzögerten und sehr langen Aufenthalt und vertreiben uns die Zeit beim Kartenspiel oder vertiefen uns in Bücher.
Die Ankunft in Hong Kong ist nach wunderbarem Flug, bei dem wir ein wenig Schlaf bekommen konnten ganz überwältigend. Unsere niederländischen Freunde haben schon ein Abendessen im traditionellen Floating Jumbo Restaurant vorbereitet. Hier wurden wir mit köstlichen Speisen auf die kommende Woche eingestimmt. Es gibt gleich Stäbchen zum üben und ein wunderbares Abendessen.
Am nächsten Morgen beginnen wir den Tag mit einem traditionellen chinesischen Frühstück mit Reissuppe und Dim Sum. Die Stadtrundfahrt bringt uns dann zum Aussichtsturm auf dem "Peak" mit herrlichem Blick auf die Stadt, dann über einen Strandbesuch beim Hollywood Tempel zu den Boat People und mit der Fähre zu einer individuellen persönlichen Entdeckungsreise in die turbulente Stadt.
Danach heißt es Vorbereitung auf das Konzert, einsingen, Stellprobe und dann warten wir gespannt auf das Publikum. Es kommen neben der Generalkonsulin und der Vertretung des Konsulats auch eine Anzahl von Auslandsösterreichern und Freunden der österreichischen Gesandtschaft. Schon nach einigen Liedern ist das Eis gebrochen, der musikalische Funken schlägt über und erobert die Herzen der Zuseher. Beim anschließenden Buffetempfang mit den Gästen haben wir einige Dutzend Gesprächspartner. Wir führen viele Gespräche mit Leuten aus Schladming, Salzburg, Thalgau usw... , trinken Wein und genießen den eingebackenen Schinken. Viele Gäste haben schon lange keinen Kontakt mit der Heimat gehabt und waren in Ihrer beruflichen Laufbahn in vielen Ländern der Erde. Sie erzählen uns und Ihren Partneren und Freunden Erinnerungen aus der Heimat. Die spontanen Darbietungen im Garten runden die Veranstaltung ab und wir werden nur ungern und unter großem Beifall verabschiedet. Viele sagen uns, dass Sie erstmalig bei einem Chorkonzert so gut unterhalten wurden, einer meint die schönste Stunde in dieser Kirche verbracht zu haben. Wir lassen viele neue Freunde zurück, die mit uns weiter in Kontakt bleiben wollen und diesen Abend in toller Erinnerung behalten werden.

Gleich in der Morgendämmerung fahren wir dann zum Flughafen um zu unserem nächsten Ziel aufzubrechen. Auf der Insel Hainan in der Hauptstadt Haikou werden wir von einer Delegation mit Blumen, einem Fernsehteam und einer Limousinenkolonne empfangen und im besten Hotel der Stadt untergebracht. Johannes Dietl muss am Nachmittag ein Interview geben und wir erfahren, dass es mehr als 3.000 Interessenten für unser Konzert gibt. Der Veranstaltungsort fasst 1.500 Zuseher, es erwartet uns das wohl größte Interesse in unserer Vereinsgeschichte. In asiatischer Höflichkeit werden wir wie Stars behandelt, geniessen Respekt und spüren die große Erwartung unserer Gastgeber.
Grandioser Triumph in Haikou
Im Konzerthaus in Haikou war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Wir waren in Topform und Hannes hat uns für unser heutiges professionelles Auftreten großes Lob ausgesprochen.
Wir beginnen mit unserem Chinaprogramm mit Mozart und Schubert dann singt der Damenchor 3 Lieder. Die unerwartet kurze Pause überrascht uns aber wir treten schwungvoll wieder auf und haben mit Ziehharmonika und guter Darbietung schnell die Zuhörer gewonnen. Nach unserem Volksliederblock bindet Hannes das Publikum ein und wir singen mit 1.500 Chinesen den niederösterreichischen Jodler "Schweinsbeuschl". Das Programm endet mit unserer Choreografie "I Paradisi". Der gemeinsame Schlusschor "Auld Lang Syne" wird in 3 Sprachen gesungen, deutsch chinesisch und english und verklingt mit einer Verbindung aller Sprachen. Der Höhepunkt ist dann ein bunter Confettiregen, der das Konzert abschließt.
Haikou Evening News - Original und Übersetzung - kleines Bild anklicken 
Ankunft in Guangzhou
Nach kurzem Flug kommen wir in Guangzhou an, wo wir schon von unseren charmanten Gastgeberinnen erwartet werden. Diesmal sprechen unsere Reiseleiter gutes Deutsch weil sie an der Universität Deutsch studieren. Wir fahren gleich zum Mittagessen in ein Restaurant in der alten Universität wo wir einen richtigen chinesischen Mittagstisch vorfinden.
Die Überraschung bei der Betrachtung der Speisen ist gross aber es schmeckt wirklich gut. Nach dem Beziehen der Zimmer im Campushotel geht es erst in die neue ganz moderne Universität und dann zu einem Freiluftmuseum mit alten Bauten. Es wurden Teile aus dem Altbestand (bis ca. 400 Jahre alt) mit Rekonstruktionen ergänzt um ein Bild von einer alten Stadt zu geben. Den Tagesabschluss bildet dann eine Fahrt in die Stadt (ca. 11 Mio Einwohner) wo wir bei einer River Cruise auf dem Pearl River die Dimensionen dieser lebendigen und modernen Stadt mit Ihren beleuchten Ufergebäuden erleben. Guangzhou hat seine Einwohnerzahl in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Zurück im Hotel werden die umliegenden Studentenbeiseln erkundet.
heute vormittag haben wir Zeit den alten Campus zu Fuss zu erkunden, am Nachmittag fahren wir dann zur Probe. Es warten schon viele Interssenten auf unser Konzert. Beim Rundgang durch den Campus werden wir immen wieder von Studenten begrüsst, die schon voller Erwartung auf diesen Abend sind.
Abschluss und Höhepunkt in Guangzhou
Das Konzert war vor vollem Haus (ca. 1.300 Besucher, davon mehr als 1.000 junge weltoffene und interessierte Studenten) ein wunderbarer Abschluss unserer Konzertreise. Das vorwiegend junge Publikum nahm unsere Darbietungen begeistert auf und brachte uns Stading Ovations. eine junge Studentin besuchte uns hinter der Bühne uns sagte: "Wir sind gekommen um Gesang zu hören und haben gelebte Musik gesehen. Kommt Ihr nächstes Jahr wieder?"
Der Leiter der Aussenwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich war unter den Gästen und hat nach der Aufführung lange mit uns geplaudert. Er wird von diesem Abend der österreichischen Gesandtschaft berichten.
Facit: Südchina und Gumpoldskirchen sind einander näher gekommen
Der Abschluss unserer Reise führte uns über Shenzhen zurück nach Hong Kong von wo aus wir am Sonntag die Heimreise antraten.
Minsk Mai 2011
Der Gumpoldskirchner Männerchor war auf Konzertreise:
Minsk in Weissrussland

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Reisebericht:
Der Abflug war am Mittwoch, dem 11.Mai 2011 mit Charterflug aus Bratislava
Wir haben mit Anhang und Fans fast das ganze Propellerflugzeug gefüllt und sind am Abend gut in Minsk angekommen. In den Besuchstagen stehen 4 Konzerte und ein umfassendes Besichtigungsprogramm am Plan. Wir hoffen unseren guten Kontakt aus dem Besuch des Chores im Dezember in Ihrer Heimat vertiefen zu können und selbst viele neue Erfahrungen aus einem für uns neuen Kulturkreis zu gewinnen.
Die Einreise war problemlos, wenn es auch mit Formularen und Versicherung doch eine gute Stunde gedauert har bis wir zum wartenden Autobus gelangten. Der Transfer war in 40 Minuten erledigt und wir haben Quartier im IBB Hotel, einem deutschsprachigen Bildungszentrum bezogen. Das Abendessen wartete schon und wir sind schon voller Erwartung auf die kommenden Tage.
Donnerstag, 12.5.2011
Eine Stadtrundfahrt und der Besuch der Bibliothek standen am Besichtigungsprogramm des ersten Tages, der Nachmittag war für die Markthalle reserviert, am Abend war das gemeinsame Konzert mit dem Chor Belajarusija in der Roten Kirche. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir bei strahlendem Wetter zur Stadtrundfahrt. Wir sind überrascht von so viel Sauberkeit, fröhlichen Menschen, gepflegten Parkanlagen und Grünflächen und der angenehmen Stimmung die uns überall entgegentritt. Freude und Spass begleiten uns den ganzen Vormittag, wir haben die schönste Frühlingszeit mit blühenden Bäumen erwischt. Zu Mittag sind wir in der Selbstbedienungskantine der neuen Bibliothek und essen gute einheimische Kost um fast gar kein Geld.
Auch hier ist (bis auf die kleine Wartezeit in der Schlange) die Unmittelbarkeit und Nähe zu den Belarusen gegeben. Der Ausflug in die Markthalle hat auch noch Spass gemacht, wo kann man auch jeden Tag russischen Kavier kaufen?
Freitag, 13.5.2011
Nach dem Frühstück fuhren wir bei sehr warmen, etwas bewölkten Wetter in die Stadt. Im Kaufhaus ZUM und in der Stadt konnten wir das Belarus Shopping "auskosten".
Am Nachmittag war dann ein Konzert in einer Musikgymnasium geplant. Danach kam es zum musikalischen Höhepunkt unserer Reise. Wir waren in der staatlichen Musikakademie dem Konservatorium eingeladen und durften vor Dekan, Musikprofessoren und vielen jungen Studenten unser Können zeigen.
Ein Studentenchor mit 60 Frauen und 20 Männern gaben uns zur Einstimmung eine Kostprobe Ihrer Leistung. Diese Herausforderung haben wir gut verstanden und Hannes brachte seine Männer einmal mehr zur aussergewöhnlichen Höchstleistung. Nach wenigen Minuten konnten wir alle Herzen im Saal erobern, die Freude war den Zuhörern ins Gesicht geschrieben und bei der Darbietung von I´Paradisi hielt es niemand im Sitzen aus. Beim spontanen gemeinsamen Abschlusslied war ein weiteres neues Freundschaftsband geknüpft.
Samstag, 14.5.2011
Heute regnet es und es hat sehr stark abgekühlt. Hatten wir in den letzten Tagen durchaus Temperaturen um 28-30°C so ziehen jetzt die Eisbären durchs Land. Am Vormittag sind wir in der Kirche von Rakow unser letztes Konzert. Die Kirche ist mit Einwohnern und Schülern gut gefüllt und es ist eine wunderbare Stimmung. Der Besuch im Zirkus ist kurzweilig, lustig und wird uns in guter Erinnerung bleiben.
Sonntag, 15.5.2011
Heute regnet es nicht mehr so stark und wir fahren zur Gedenkstätte in Chatyn. Hier wird an die Schrecken des Krieges erinnert und dieses Mahnmal soll uns wieder einmal daran erinnern, dass nicht nur in der Vergangenheit sondern auch heute täglich Greueltaten für wirtschaftliche, politische oder religiöse Ziele begangen werden. Nach dieser starken Zeit der Besinnung haben wir noch ein gemeinsames Mittagessen in typisch Belarusischer Umgebung und sind nach angenehmen Flug gut zurück in der Heimat. Diese Reise ist ein weiter Meilenstein in der erfolgreichen Vereinsgeschichte.
Konzert in Ungarn - Kismaros
MACH4 hat die Chorfreunde in Kismaros/Ungarn besucht
Erinnerungen an ein wunderbares Wochenende in Ungarn
Neue Chorfreundschaft in Ungarn !
Der Männergesangverein Gumpoldskirchen auf Konzertreise in Kismaros
Der internationale Chorwettbewerb in Grado 2004 war ursächlicher Anfang dieser neuen Chorbegegnung. Die junge ambitionierte Chorleiterin Gabriella Embey-Isztin, die als Zuhörerin in Grado den MGV Gumpoldskirchen hörte, war von dessen Darbietungen begeistert und sprach nach dem Bewerb den Leiter des MGV Johannes Dietl spontan an, ob nicht ein Kontakt möglich wäre.
Es war möglich und so begab sich der MGV nach einigen Vorbereitungen von 23.-25. September 2005 auf Chorreise nach Kismaros.
Bei der Anreise wurde in Budapest Halt gemacht und bei einer Stadtbesichtigung der berühmte Dom "St. Istvan" mit einem russischem Chorgebet in Schwingungen versetzt. Ein erster überraschender Chorempfang erwartete die Sänger am Abend in Kismaros. Am Hauptplatz waren Lautsprecher aufgebaut, es gab herzliche Begrüßungsworte und Lieder und die dort angesiedelten Donauschwaben empfingen die Gumpoldskirchner mit einigen Volkstänzen.
Nach einer Besichtigung von Esztergom am Samstag, fanden sich die Sänger zum großen Konzert in der Sporthalle von Kismaros ein. Begrüßt vom Bürgermeister leitete der örtliche gemischte Chor "Szt. Margit" das Konzert musikalisch ein. Den Rest des Abends bestritt der Männergesangverein und begeisterte mit einem, von Chormeister Dietl hervorragend zusammengestellten und einstudierten Programm, nicht nur die ungarischen SängerInnen sondern auch das zahlreich erschienene Publikum.
Nach seinen Dankesworten überreichte Obmann Horst Biegler diverse Gastgeschenke an den Chor, die Chorleiterin, und die Dolmetscherin. Ausserdem sprach er eine Einladung nach Gumpoldskirchen aus, die für den Herbst 2006 vorgesehen ist. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurden die Sänger mit ungarischen Schmankerln verwöhnt, es wurde weiter viel gesungen und die ersten Kontakte noch vertieft.
Am Sonntag durfte die traditionelle Messgestaltung nicht fehlen. In der überfüllten Franziskanerkirche von Vac begeisterte der MGV auch dort die Besucher und gab im Anschluss vor der Kirche noch einige Volkslieder zum besten.
Resümierend ein sowohl musikalich als auch gesellschaftlich tolles Erlebnis. Über alle sprachlichen Barrieren hinweg wurde der Samen gelegt und wird von den beiden Chören sicher weitergepflegt.
HoBi
Interessierte finden hier einen Auszug aus der Geschichte von Kismaros
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